United in Action – Raum für ukrainische Jugendleiter*innen

Unser Projekt „United in Action“ wird mit Förderung durch die European Youth Foundation des Council of Europe umgesetzt. Langsam geht das Projekt in seine letzte Phase, und wir möchten einen Einblick geben, was in den vergangenen Monaten gemeinsam entstanden ist.

Warum dieses Projekt?

Viele ukrainische Jugendleiter*innen, die nach Deutschland gekommen sind, bringen wertvolle Erfahrungen aus ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit. Gleichzeitig stehen sie hier vor einer schwierigen Übergangsphase: Qualifikationen müssen anerkannt werden, formale Schritte dauern, berufliche Perspektiven sind oft noch ungeklärt.
Diese Wartezeit bedeutet nicht nur organisatorische Hürden, sondern auch einen Einschnitt in die eigene berufliche Identität. Genau hier wollten wir ansetzen – und einen Raum schaffen, in dem Engagement weiter möglich bleibt.

Praxis statt Pause

Im Rahmen des Projekts haben wir Trainings und fachliche Austauschrunden organisiert, in denen die Teilnehmenden ihre Kenntnisse vertiefen und neue Methoden der non-formalen Bildung kennenlernen konnten. Gemeinsam mit erfahrenen Jugendleiterinnen haben wir darüber gesprochen, was gute, sichere und partizipative Jugendarbeit ausmacht – besonders im interkulturellen Kontext.
Dabei ging es nicht nur um theoretische Inhalte, sondern vor allem darum, handlungsfähig zu bleiben, Erfahrungen zu reflektieren und neue Perspektiven zu entwickeln.

Von der Teilnahme zur eigenen Verantwortung

Ein zentraler Gedanke unseres Projekts war es, die Teilnehmenden nicht ausschließlich als Lernende zu sehen, sondern als aktive Gestalter*innen.
Im weiteren Verlauf entwickelten sie eigene Workshop-Ideen und setzten diese innerhalb unseres Vereins um. Dadurch konnten sie praktische Erfahrungen im deutschen Kontext sammeln, Verantwortung übernehmen und ihre Rolle als Jugendleiter*innen weiter stärken. Für viele war dies eine wichtige Brücke zwischen ihrer bisherigen Arbeit in der Ukraine und einer zukünftigen beruflichen Tätigkeit hier.

Ausblick

Während „United in Action“ sich nun dem Ende nähert, sehen wir deutlich, dass die Wirkung über die Projektlaufzeit hinausgeht. Neue Netzwerke sind entstanden, Vertrauen ist gewachsen und erste eigene Initiativen wurden angestoßen.
Für uns war dieses Projekt mehr als eine Reihe von Aktivitäten – es war ein gemeinsamer Prozess, der gezeigt hat, dass Engagement nicht pausieren muss, nur weil formale Anerkennungen noch ausstehen.

Gefördert durch die European Youth Foundation des Council of Europe